Ortschaft Remstädt
...ein lebendiges Dorf mit Herz und Geschichte
Remstädt ist seit dem 01.01.2019 ein Ortsteil der Landgemeinde Nessetal und liegt, malerisch eingebettet zwischen dem Grenzberg im Norden und dem bewaldeten Höhenzug des Krahnbergs im Westen und Südwesten, am rechten Ufer des Flutgrabens, der von Gotha kommt und nordwestlich von Goldbach in die Nesse mündet, in einer einzigartigen Kulturlandschaft.
Remstädt blickt auf eine außergewöhnlich lange und bewegte Geschichte zurück. Archäologische Funde belegen, dass das Gebiet bereits vor mehr als 6.000 Jahren besiedelt war. Spuren der Brandkeramiker, der Glockenbecherkultur sowie Siedlungsreste aus der Bronze- und Eisenzeit zeugen von einer frühen und kontinuierlichen Besiedlung.
Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes findet sich im Güterverzeichnis des Klosters Hersfeld aus der Zeit um 786 n. Chr. Dort wird Remstädt unter dem Namen „Rimstete“ aufgeführt. Darin heißt es:
„Verzeichnis der Güter, die von dem Erzbischof Lullus von Mainz in Merca, Hassorum in Buchonia in ripa fluminis Fulda erbaute und dem Kaiser Karl übertragene Kloster Hersfeld, welches Kaiser Karl verliehen hat: … zu Rimstete zwei Hufen.“
Eine Hufe entsprach damals etwa sieben Hektar Land, sodass für Remstädt ein Besitz von rund 14 Hektar verzeichnet wurde.
Die urkundliche Erwähnung im Güterverzeichnis des Klosters Hersfeld belegt die lange Geschichte Remstädts und seine frühe Besiedlung.
Bis heute erinnern zahlreiche historische Bauwerke an diese lange Geschichte. Dazu gehören zum Beispiel, das denkmalgeschützte, ehemalige Herrenhaus des Rittergutes, das Bauernhaus Untere Hauptstraße 19, aus dem Jahre 1737 sowie die Kirche St. Lukas, die das Ortsbild bis heute prägen und ein lebendiges Zeugnis vergangener Jahrhunderte darstellen.
Vom 12. Bis 14. Jahrhundert beherbergte Remstädt ein Adelsgeschlecht. Die Herren von Rimistete besaßen zu diesem Zeitpunkt umfangreiche Besitzungen. Dieser Umstand lässt sich durch diverse Urkunden und Schriften aus dieser Zeit belegen. Neben dem Adel beherbergte Remstädt noch weitere Persönlichkeiten, wie zum Beispiel Batholomäus Helder, ein Komponist und Kirchenlieddichter, welcher bis zu seinem Tod in Remstädt als Pfarrer wirkte. Neben ihm wohnte Conrad Ekhof eine kurze Zeit im Kirchtorhaus. Weiterhin ist belegt, dass die Familie Arnoldi in Remstädt lebte und wirkte. Ernst Friedrich Arnoldi kaufte die Untere Ölmühle, die heutige Massemühle und sein Sohn, Ernst Wilhelm Arnoldi errichtete 1804 in Selbiger eine Farbenfabrik.



jährliche Veranstaltungen
| Januar | Knutfest der Freiwilligen Feuerwehr Remstädt |
| Februar/März | Fasching mit Kinder- und Seniorenfasching (Faschingsgesellschaft Remstädt) |
| März/April | Osterfeuer (Angelverein, Freiwillige Feuerwehr Remstädt) |
| 30. April | Traditionelles Maibaumsetzen (Freiwillige Feuerwehr Remstädt) |
| November | Nachkirmes mit traditioneller Kirmesbeerdigung (Kirmesgesellschaft Remstädt) |
| November/Dezember | Weihnachtsmarkt (alle Vereine) |
| Dezember | Seniorenweihnachtsfeier Adventskonzert in der St. Lukas Kirche |
monatliche Veranstaltungen
Senioren-Kaffee im Dorfgemeinschaftshaus



