Bauernhaus Familie Tolksdorf Remstädt

Der unter Denkmalschutz stehende Vierseitenhof der Familie Tolksdorf ist ein als barocker Putzbau errichtetes Fachwerkhaus und stellt ein typisches Beispiel eines mittelgroßen, thüringischen Bauernhauses des  19 Jh. dar. Das Wohnhaus aus dem Jahre 1737, die Bauinschrift ist am Kellereingang noch heute zu lesen, hat in seinem Inneren das barocke Raumprogramm relativ unverändert erhalten. Einbauten aus dieser Zeit, wie Türen und Fenster/-bekleidungen, Stuckdecken, Dielung sowie das gesamte Treppenhaus mit seinen Brettbalustern sind bis auf weinige Ausnahmen, erhalten geblieben. Die Fenster des gesamten Gebäudes stammen aus der Zeit um 1850. Die Hofanlage selbst zeichnet sich durch die geschlossene Anlage aller Gebäude aus der selben Zeit aus. Die Erhaltung der Fassadenputze und der handgestrichenen Dachhaut aus der Mitte des 19 Jh. machen diesen Hof zu einem nur noch selten erhaltenen, unveränderten Objekt der ländlichen Architektur des 19. Jh. In dem Haus lebte bis 1957 der Remstädter Kantor und Oberlehrer Paul Völker mit seiner Frau Edwine, Tochter des Landwirt Karl Treyße. Die angenommene Tochter der Familie Völker, Martha Völker hat noch bis 1983 in diesem Haus gelebt. Im Jahre 1999 kaufte Tino Tolksdorf das Grundstück mit dem alten Bauernhaus und steckte viel Zeit, Kraft und finanzielle Mittel in den Erhalt eines der letzten, baulichen Zeitzeugen Remstädts.