Böhmsche Mühle am Rittergut Remstädt

Die älteste Urkunde mit der Erwähnung einer Mühle stammt aus dem Jahr 1256. Diese Urkunde beinhaltete folgenden Sachverhalt: "Ritter Gerhard von Rymstete verkaufte dem Kloster Reinhardsbrunn für 43 Mark Silber seine Remstädter Güter, bestehend aus einer Mühle im oberen Teil des Dorfes mit Weidicht, Fischteich und einer Hofstatt." Damit bestand diese Mühle schon weit vor dem Bau des Leinakanals und gilt als Zeichen dafür, dass die einheimischen Gewässer zum Antrieb der Mühle ausgereicht haben. 1339 war Gottfried von Nazza als Besitzer eingetragen, danach wurde sie dem Kloster zum  Heiligen Kreuz geschenkt. Seit 1525 war sie in herzoglichen Besitz. 1555 ging sie in Privatbesitz an Mathias Böhm über. Ab 1700 war sie Bestandteil des von adligen und bürgerlichen Besitzern geführten Rittergutes. 1945 wurde das Anwesen im Zuge der Bodenreform enteignet und 1955 erfolgte die Stilllegung und der Umbau zum Sauenstall.