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Pfarrhof mit Pfarrhaus Remstädt

Der Pfarrhof mit dem Pfarrhaus in Remstädt wurde ursprünglich im Jahre 1621 errrichtet. Im Jahre 1695 wurde das Pfarrhaus erstmals saniert, 1741 erfolgte eine Erweiterung, bevor es 1799 abgerissen und an gleicher Stelle neu aufgebaut wurde. Ab 1800 bezog Pfarrer Kästner das neue Haus. Die überlieferten Baukosten beliefen sich auf 2.478 Taler. Zum Pfarrgelände gehörten neben einer großen Pfarrscheune und Stallungen auch ein eigenes Brauhaus - ein deutliches Zeichen für den einstigen Wohlstand der Kirche. Der Pfarrer war nicht nur Glaubenslehrer für Kinder und Erwachsene, sondern auch Verwalter der kirchlichen Ländereien und damit für deren Bewirtschaftung verantwortlich. Darüber besaß er auch das Recht Bier zu brauen und war mit einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von etwa 3.300 Mark finanziell deutlich besser gestellt, als ein Lehrer jener Zeit. Heute wird das Pfarrhaus und der Pfarrhof von der Diakonie des Landkreises Gotha bewirtschaftet. Er bietet Menschen mit einem besonderen Teilhabebedarf ein Zuhause und ist damit bis heute ein Ort der Fürsorge und Gemeinschaft - ganz im Geiste christlicher Nächstenliebe. 

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