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Kriegerdenkmal Pfullendorf

Die Zeit des 1. Weltkriegs

 

Auszug aus der Originalchronik von Pfullendorf

Am 03.November 1934 schrieben Oberlehrer C. Henning und Pfarrer Ernst Heß aus der Pfarrstelle Bufleben nieder:

 

Im Jahre 1914 entfachte sich ein Krieg von weltgeschichtlicher Bedeutung, der 4 Jahre währte, bis 1918. Unsere Gemeinde hat auch für den Weltkrieg unendlich viele Opfer gebracht, indem sich viele Ortsbewohner am Kampf auf den Schlachtfeldern und im Heeresdienst beteiligen mussten.

 

So wurden im Jahre 1914 eingezogen:

  1. Ernst Freytag

  2. Arno Jung

  3. Hubert Weidemüller

  4. Paul Leipelt

  5. Otto Frank

  6. Karl Schulze                            - am 22. März 1919 im Krankenhaus Gotha verstorben       

  7. Robert Ritter

  8. Hugo Wettstein

  9. Albin Wettstein

  10. Heinrich Seyfarth                    - starb den Heldentod am 24.April 1915 bei St. Julien

  11. Hugo Brodrecht

 

Im Jahre 1915 wurden eingezogen:

  1. Otto Wettstein

  2. Karl Wettstein

  3. Leopold Schäfer

  4. August Küchler                       - starb den Heldentod am21.August 1915 bei Graki

  5. Udo Pfeifer

  6. Berthold Kier

  7. Hugo Ludwig                          - starb den Heldentod am 27. März 1918 bei Agette

  8. Reinhold Ritter

  9. Richard Völker

  10. Otto Seyfarth                          - starb den Heldentod am23. August 1917 bei Verdum

  11. Willy Thomas

  12. Hugo Hey

  13. Arthur Ludwig

  14. Albert Weidemüller

 

Im Jahre 1916 sind zum Heeresdienst einberufen:

  1. Erich Küchler                          - starb den Heldentod am 2. Oktober 1917 im Westen

  2. Albert Prokof

  3. Udo Wettstein

  4. Otto Saun

  5. Richard Küchler

  6. Oskar Weißenborn

  7. Hermann Seyfarth

  8. Albin Arnold

  9. Paul Krätzler

  10. Alfred Ritter

  11. Arthur Weißenborn

  12. Paul Seyfarth

  13. Theodor Schulze

  14. Hugo Weidemüller

  15. Oskar Weidemüller

  16. Artur Büßer                             - vermisst seit 11. Oktober 1918 bei Cambrai

 

,_,Ein Kriegerdenkmal wurde am 22.April 1923 den gefallenen, vermißten und an den Folgen des Krieges gestorbenen Helden gesetzt. Es steht am Eingang des Friedhofes nach Süden. Am 13. Juli 1924 fand die Einweihung des Kriegerdenkmals unter reger Beteiligung auch von auswärtigen Kriegsvereinen statt.

 

,_, 1931 währen der Amtszeit des Schultheißen Paul Krätzler ist durch ihn selbst der Rasenplatz um das Kriegerdenkmal durch eine angemessene Blumen- und Ziersträucheranlage verschönert worden.

 

,_, Obgleich nun nach dem Weltkrieg bis zum Ende des Jahres 1932 bereits 14 Jahre verstrichen waren, so zeigte sich doch noch nicht ein wirklicher Friede im deutschen Vaterland, es war noch nicht ein Volk von Brüdern.

 

 

Die Zeit des 2. Weltkriegs

 

Auszug aus der Originalchronik von Pfullendorf

Am 18.November 1948 schrieb Bürgermeiste Seeber folgendes nieder:

 

,_,Die imperialistischen Kräfte Deutschlands und der Westmächte hatten in Adolf Hiltler, den „Führer“ des „Dritten Reiches“ und seinen Trabanten, denen das deutsche Volk, wie wir wohl nun alle erkannt haben, sein heutiges schweres Schicksal zu verdanken hat, ein gefügiges Werkzeug zur Vorbereitung eines neuen Weltkrieges gefunden und am 1.September 1939 entbrannte der 2.Weltkrieg durch den Überfall Deutschlands auf Polen.

Der Krieg stellte auch an unsere kleine Gemeinde große Anforderungen und riß tiefe Wunden.

 

Zum aktiven Wehrdienst und Kriegsdienst wurden eingezogen:

  1. Kurt Jung                                                        

  2. Albin Weißenborn                                          

  3. Werner Weißenborn                                      

  4. Walter Kohlmann                                           

  5. Horst Seeber                                                  

  6. Erwin Weidemüller                             

  7. Paul Kley                                            

  8. Fritz Frank                                                      

  9. Helmut Frank                                                 

  10. Egon Frank                                                     

  11. Hartwig Häfer                        

  12. Otto Wettstein                                   

  13. Erich Kallenbach         - gefallen                                            

  14. Erich Freitag    

  15. Otto Freytag               - vermisst        

  16. Erwin Freytag              - vermisst        

  17. Willi Freytag   

  18. Erich Blaß 

  19. Harry Jakob                - gefallen

  20. Edmund Frank

  21. Hilmar Wettstein

  22. Artur Weißenborn

  23. Armin Weißenborn     - vermisst

  24. Udo Schreiber

  25. Alfred Ritter

  26. Rudi Ritter                  - gefallen

  27. Fritz Seyfarth

  28. Hugo Spindler - vermisst

  29. Alwin Dünkel              - gefallen

  30. Gerhardt Topf

  31. Lothar Krätzler

  32. Ralf Wilhelm               - gefallen

  33. Waldemar von Saal

  34. Arno Leipelt                - gefallen

  35. Otto Ritter

  36. Ernst Schneegaß

  37. Fritz Schreiber

  38. Karl Stötzel                 - gefallen

  39. Heinz Stötzel

  40. Franz Schreiber

  41. Paul Wettstein            - vermisst

  42. Willy Wettstein            - gefallen

  43. Paul Schäfer               - vermisst

  44. Edwin Abbe                - vermisst

  45. Fritz Rohmann

  46. Walter Schomburg      - vermisst

  47. Gerhard Hey

  48. Udo Ritter

  49. Erich Jakob

  50. Bruno Wettstein

  51. Erich Leipelt

  52. Werner John

 

,_,so hat auch unser Dorf als die Front immer näher rückte, die weiße Fahner auf dem Turm gehißt, so das die Kampfhandlungen nicht stattfanden und die Amerikaner am 06.April 1945 unser Dorf nur besetzten.

 

,_,Die weiße Fahne wurde gehißt von den Einwohnern Otto Seeber und Hugo Ritter, die sich mit ihren ganzen Kräften für die Einwohner einsetzten.

 

,_,Nach Beendigung des Krieges erhielt die Gemeinde laufend Umsiedler aus dem Sudentenland, Schlesien, Kroatien, Jugoslawien, Rumänien und Ostpreußen. Die Zahl der Umsiedler beträgt zur Zeit 155 Personen.

 

,_,Anfang November 1948 wurde der große Turmknopf und die Wetterfahne vom Kirchturm heruntergenommen, um einen Durchschuß im Knopf zu reparieren und an der Wetterfahne das Hakenkreuz, das letzte sichtbare Zeichen des Faschismus, der uns so viel Not und Elend gebracht hat, zu beseitigen.

 

 

 

In Gedenken an alle Kriegsopfer auf dieser Welt.

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